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Es ist der 31. Dezember 1948, die noch recht junge Gro-We-Ka hatte zum Silvesterball ins Casino in Wesseling geladen, der nicht nur von "Jecken" besucht wurde, sondern auch so manchem Wesselinger die Gelegenheit bot, diese "Gro-We-Ka" ein wenig näher in Augenschein zu nehmen. Schließlich wurde die Neugründung der Gesellschaft ja erst im März 1948 vollzogen. Im Rahmen des Bühnenprogramms trat auch die "Große Leverkusener Karnevalsgesellschaft" auf, die besonders durch ihr beeindruckendes Tanzcorps die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken wußte.


Dieser enorme Stimmungsanstieg blieb den anwesenden Vorstandsmitgliedern und Senatoren natürlich nicht verborgen und animierte Senator Jakob Jansen umgehend dazu, zwei junge Gro-We-Kaner zu bitten, sich das Tanzkorps der Leverkusener ein wenig genauer anzuschauen, ein Hinweis, über dessen Tragweite sich in dieser Nacht noch keiner so recht bewusst war, denn noch vor Sonnenaufgang wußte man: "Was die können, können wir auch" und man beschloss, ein eigenes Tanzkorps zu gründen. Es vergingen einige Tage, in denen sich verschiedene Senatoren mit den nötigen Vorabinformationen versorgten, sich die fachlich unantastbare Kompetenz des damaligen Präsidenten Martin Däntler zunutze machten und sich am 18. Januar 1949 zur Gründungsversammlung im Wesselinger Ratskeller trafen. Neben dem kleinen Rat der Gesellschaft erschienen: Franz Mandt, Willy Kohlhaas, Peter König, Edi Gronenborn, Günther Engel, Karl Nauroth, Toni Hellebrandt, Hans Warmsbach, Hans Kirchharz, Peter Steinbach und Erich Koch.


Gemeinsam plante und diskutierte man über sämtliche Punkte, die bei einer Korpsgründung von großem Wert sind. Die problematischen Fragen gingen von "Wie sulle mer uns dann nenne?" über "Wer nieht eijentlich die Kostüme?" bis "Kann einer vun üch dann danze?".


Die beiden letzten Punkte waren relativ unkompliziert zu klären: Frau Maria Schlösser überzeugte gleichermaßen gewillt wie routiniert im Umgang mit Nadel, Stoff und Faden und unter den jungen Herren entdeckte man auch den einen oder anderen, der in der jüngeren Vergangenheit erfolgreich an einem Tanzkurs teilgenommen hatte.

 


Es entbrannte jedoch eine hitzige Diskussion um das Grundkonzept des Korps, geeinigt wurde sich letztlich darauf, das Korps an die sogenannten "Fahnenschwenker vom Rhein" anzulehnen, die in Wesseling vor 300 Jahren eine wichtige Rolle spielten. Damals war das Handy noch nicht erfunden und die Pferdeknechte und Schiffsbesatzungen bedienten sich zur Verständigung der Fahnen. Und auf diese historische Grundlage baute das 1949 gegründete Tanzkorps der Fändelschwenker.

 

In den folgenden Wochen wurde intensiv geprobt und am 8. Januar 1950 traf sich das Korps (10 Fändelschwenker und 2 Tanzpaare) im Casino Wesseling zur Generalprobe in den Kostümen des mittelalterlichen Wesseling. Die Ausbildung des Korps war beendet und wurde vom Präsidenten Martin Däntler mit herzlichen Worten gewürdigt. In den Folgejahren tanzten unsere Fändelschwenker mit wachsender Begeisterung und gorßem Erfolg über zahlreiche Bühnen und nahmen an verschiedensten Zügen teil, bis es Mitte der sechziger Jahre etwas ruhiger, ja ganz ruhig wurde.

 

Aber damit war die Mehrzahl der Senatoren der Gro- We- Ka recht unzufrieden. Wehmütig schaute man auf die gute alte Zeit zurück, in der das Korps nicht nur die Fahnen schwenkte, sondern auch mit seinen schmissigen Tänzen die Jecken in Begeisterung versetzte. In den Jahren 1968 bis 1980 sah man die Fändelschwenker zwar nach wie vor in den Wesselinger Karnevalszügen und auch am Rosenmontag in Köln, nur getanzt wurde nicht mehr.


 

Hans- Peter und Monika Mandt konnten Lilo und Ludwig Rothkamp, Karin und Reiner Schlösser und einige andere Unentwegte animieren, das Tanzcorps zu reaktivieren. Mit viel Kraft und Durchhaltevermögen ist es geglückt und die Fändelschwenker wurden wieder zum Aushängeschild der Gesellschaft.


Dass die Gro- We- Ka im Jahr 1981 mit ihrem Senator Erich Krasemann den Wesselinger Prinzen stellte und die Fändelschwenker seine ständige Begleitung übernommen hatten, war eine gute Gelegenheit, sich allen Wesselinger Narren wieder vorzustellen. Viele Initiativen hatten Erfolg , viele Spenden kamen zusammen. 10 Fahnentänzer und 2 Tanzpaare ( Monika Mandt/ Reiner Schlösser und Dagmar Hilgers/Franz- Josef Cornely) stellten eine engagierte Truppe. In neuen Uniformen, die den alten Vorlagen genau nachgearbeitet waren, sah man die Fändelschwenker nun auch wieder auf Wesselings Bühnen und im Umkreis.


Bis heute tanzen die Fändelschwenker begeistert mit ihren Fahnen und sind mittlerweile durch eine Gemischte Garde erweitert worden.


 

Fändelschwenker der GRO-WE-KA 1896 e.V | Layout by Jessica